
Traditionelle Chinesische Medizin (im englisch- und deutschsprachigen Raum auch als TCM bekannt) ist die Heilkunst, die in China vor über 2000 Jahren begründet und über die Jahrhunderte hinweg weiterentwickelt wurde. Zu den therapeutischen Verfahren, die in dieser Medizin zur Anwendung kommen, gehören die Arzneitherapie, die Akupunktur und Moxibustion, die Massage (Tuina), eine am Wirkmechanismus der Arzneien orientierte Ernährung und Bewegungsübungen wie Qi Gong und Taijiquan.
In der TCM gibt es keine eindeutige Trennung zwischen Körper und Geist. Sie basiert auf der Annahme, dass der menschliche Körper Krankheiten bewältigen und sich wieder erholen kann, wenn er sich im Gleichgewicht der beiden Polaritäten (Yin und Yang) und der fünf Wandlungsphasen befindet und wenn genügend Abwehr-Energie vorhanden ist.
Gerade wegen ihres „ganzheitlichen“ Ansatzes wird die Traditionelle Chinesische Medizin oft als eine sinnvolle Ergänzung zur konventionellen westlichen Medizin dargestellt.
Die in der traditionellen chinesischen Medizin verwendeten Arzneimittel werden für den Patienten stets individuell zusammengestellt. Eine typische Rezeptur besteht aus 4 bis 15 Kräutern, kann aber je nach Störung auch bis zu 30 Kräuter enthalten. Verabreicht wird die Arznei meist in Form von Tee (Dekokt). Eine zweite häufige Anwendung ist das Granulat. Hierbei werden die chinesischen Kräuter zu einem „Pulver“ verarbeitet, zur Anwendung wird das Granulat wie ein „Instant-Tee“ mit heißem Wasser aufgegossen und kann sofort getrunken werden.